Bücher ·Reste-Essen reloaded ·Rezensionen

Der arme Ritter auf Egotrip

Auch Reste können schmecken. In der Not der ersten Nachkriegszeit mussten die Hausfrauen in der Resteverwertung kreativ sein, eine Tugend, die auch in der heutigen Überflussgesellschaft wünschenswert wäre. Die Braunschweiger Ernährungswissenschaftlerin Marianne Reiß hat in dem neuen Ratgeber „Reste-Essen reloaded – Die Tipps und Tricks der Nachkriegsküche“ das alte, vermeintlich verlorene Wissen ordentlich abgestaubt und in zeitgemäße Rezepte überführt. Viel davon stammt von ihrer Mutter, die 1945 aus dem Osten nach Braunschweig geflüchtet war.

Man muss keinen Kochkursus belegen, um diese Gerichte auf den Tisch zu bringen. Es handelt sich um einfache Hausmannskost, die dennoch den Gaumen zu überzeugen weiß. Das Büchlein zeigt, wie man auch aus altbackenem Brot, aus matschigen Bananen oder den Nudeln von gestern schmackhafte Speisen zaubern kann.

Der Reigen der Rezepte reicht von Bananenmarmelade über Croutons, Gemüsebratlinge und Nudel-Quickie bis hin zu Pfannkuchenauflauf und Zucchini-Süppchen.

Marianne Reiß: „Reste-Essen reloaded“

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